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Chapter 1: The Clue to the Discovery of all Pure Concepts of the Understanding
Section 1: Logic

Content for the Clue to the Discovery of all Pure Concepts.

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Kant: AA IV, Kritik der reinen Vernunft … ,Seite 058
[01] müssen. Ein solcher Zusammenhang aber giebt eine Regel an die Hand,
[02] nach welcher jedem reinen Verstandesbegriff seine Stelle und allen insgesammt
[03] ihre Vollständigkeit a priori bestimmt werden kann, welches alles
[04] sonst vom Belieben oder dem Zufall abhängen würde.
[05] Des
[06] Transscendentalen Leitfadens der Entdeckung aller
[07] reinen Verstandesbegriffe
[08] Erster Abschnitt.
[09] Von dem logischen Verstandesgebrauche überhaupt.
[10] Der Verstand wurde oben blos negativ erklärt: durch ein nichtsinnliches
[11] Erkenntnisvermögen. Nun können wir unabhängig von der Sinnlichkeit
[12] keiner Anschauung theilhaftig werden. Also ist der Verstand kein
[13] Vermögen der Anschauung. Es giebt aber außer der Anschauung keine
[14] andere Art zu erkennen, als durch Begriffe. Also ist die Erkenntniß eines
[15] jeden, wenigstens des menschlichen Verstandes eine Erkenntniß durch Begriffe,
[16] nicht intuitiv, sondern discursiv. Alle Anschauungen, als sinnlich,
[17] beruhen auf Affectionen, die Begriffe also auf Functionen. Ich verstehe
[18] aber unter Function die Einheit der Handlung, verschiedene Vorstellungen
[19] unter einer gemeinschaftlichen zu ordnen. Begriffe gründen sich also auf
[20] der Spontaneität des Denkens, wie sinnliche Anschauungen auf der Receptivität
[21] der Eindrücke. Von diesen Begriffen kann nun der Verstand
[22] keinen andern Gebrauch machen, als daß er dadurch urtheilt. Da keine
[23] Vorstellung unmittelbar auf den Gegenstand geht, als blos die Anschauung,
[24] so wird ein Begriff niemals auf einen Gegenstand unmittelbar, sondern
[25] auf irgend eine andre Vorstellung von demselben (sie sei Anschauung
[26] oder selbst schon Begriff) bezogen. Das Urtheil ist also die mittelbare Erkenntniß
[27] eines Gegenstandes, mithin die Vorstellung einer Vorstellung
[28] desselben. In jedem Urtheil ist ein Begriff, der für viele gilt und unter
[29] diesem Vielen auch eine gegebene Vorstellung begreift, welche letztere dann
[30] auf den Gegenstand unmittelbar bezogen wird. So bezieht sich z. B. in
[31] dem Urtheile: alle Körper sind theilbar, der Begriff des Theilbaren
[Seite 057] [Seite 059] [Inhaltsverzeichnis]

Kant: AA IV, Kritik der reinen Vernunft … ,Seite 059
[01] auf verschiedene andre Begriffe; unter diesen aber wird er hier besonders
[02] auf den Begriff des Körpers bezogen, dieser aber auf gewisse uns vorkommende
[03] Erscheinungen. Also werden diese Gegenstände durch den Begriff
[04] der Theilbarkeit mittelbar vorgestellt. Alle Urtheile sind demnach
[05] Functionen der Einheit unter unsern Vorstellungen, da nämlich statt einer
[06] unmittelbaren Vorstellung eine höhere, die diese und mehrere unter
[07] sich begreift, zur Erkenntniß des Gegenstandes gebraucht und viel mögliche
[08] Erkenntnisse dadurch in einer zusammengezogen werden. Wir können
[09] aber alle Handlungen des Verstandes auf Urtheile zurückführen, so daß
[10] der Verstand überhaupt als ein Vermögen zu urtheilen vorgestellt
[11] werden kann. Denn er ist nach dem obigen ein Vermögen zu denken.
[12] Denken ist das Erkenntniß durch Begriffe. Begriffe aber beziehen sich,
[13] als Prädicate möglicher Urtheile, auf irgend eine Vorstellung von einem
[14] noch unbestimmten Gegenstande. So bedeutet der Begriff des Körpers
[15] Etwas, z. B. Metall, was durch jenen Begriff erkannt werden kann. Er
[16] ist also nur dadurch Begriff, daß unter ihm andere Vorstellungen enthalten
[17] sind, vermittelst deren er sich auf Gegenstände beziehen kann. Er ist
[18] also das Prädicat zu einem möglichen Urtheile, z. B. ein jedes Metall ist
[19] ein Körper. Die Functionen des Verstandes können also insgesammt gefunden
[20] werden, wenn man die Functionen der Einheit in den Urtheilen
[21] vollständig darstellen kann. Daß dies aber sich ganz wohl bewerkstelligen

Kant: AA III, Kritik der reinen Vernunft … ,Seite 085
[01] müssen. Ein solcher Zusammenhang aber giebt eine Regel an die
[02] Hand, nach welcher jedem reinen Verstandesbegriff seine Stelle und allen
[03] insgesammt ihre Vollständigkeit a priori bestimmt werden kann, welches
[04] alles sonst vom Belieben oder vom Zufall abhängen würde.
[05] Des
[06] Transscendentalen Leitfadens der Entdeckung aller
[07] reinen Verstandesbegriffe
[08] Erster Abschnitt.
[09] Von dem logischen Verstandesgebrauche überhaupt.
[10] Der Verstand wurde oben bloß negativ erklärt: durch ein nichtsinnliches
[11] Erkenntnißvermögen. Nun können wir unabhängig von der Sinnlichkeit
[12] keiner Anschauung theilhaftig werden. Also ist der Verstand kein
[13] Vermögen der Anschauung. Es giebt aber außer der Anschauung keine
[14] andere Art zu erkennen, als durch Begriffe. Also ist die Erkenntniß eines
[15] jeden, wenigstens des menschlichen Verstandes eine Erkenntniß durch Begriffe,
[16] nicht intuitiv, sondern discursiv. Alle Anschauungen als sinnlich
[17] beruhen auf Affectionen, die Begriffe also auf Functionen. Ich verstehe
[18] aber unter Function die Einheit der Handlung, verschiedene Vorstellungen
[19] unter einer gemeinschaftlichen zu ordnen. Begriffe gründen sich also auf
[20] der Spontaneität des Denkens, wie sinnliche Anschauungen auf der Receptivität
[21] der Eindrücke. Von diesen Begriffen kann nun der Verstand keinen
[22] andern Gebrauch machen, als daß er dadurch urtheilt. Da keine Vorstellung
[23] unmittelbar auf den Gegenstand geht, als bloß die Anschauung,
[24] so wird ein Begriff niemals auf einen Gegenstand unmittelbar, sondern
[25] auf irgend eine andre Vorstellung von demselben (sie sei Anschauung oder
[26] selbst schon Begriff) bezogen. Das Urtheil ist also die mittelbare Erkenntniß
[27] eines Gegenstandes, mithin die Vorstellung einer Vorstellung desselben.
[28] In jedem Urtheil ist ein Begriff, der für viele gilt und unter
[29] diesem Vielen auch eine gegebene Vorstellung begreift, welche letztere denn
[30] auf den Gegenstand unmittelbar bezogen wird. So bezieht sich z. B. in
[31] dem Urtheile: alle Körper sind theilbar, der Begriff des Theilbaren
[Seite 084] [Seite 086] [Inhaltsverzeichnis]

Kant: AA III, Kritik der reinen Vernunft … ,Seite 086
[01] auf verschiedene andere Begriffe; unter diesen aber wird er hier besonders
[02] auf den Begriff des Körpers bezogen, dieser aber auf gewisse uns vorkommende
[03] Erscheinungen. Also werden diese Gegenstände durch den Begriff
[04] der Theilbarkeit mittelbar vorgestellt. Alle Urtheile sind demnach
[05] Functionen der Einheit unter unsern Vorstellungen, da nämlich statt einer
[06] unmittelbaren Vorstellung eine höhere, die diese und mehrere unter sich
[07] begreift, zur Erkenntniß des Gegenstandes gebraucht, und viel mögliche
[08] Erkenntnisse dadurch in einer zusammengezogen werden. Wir können aber
[09] alle Handlungen des Verstandes auf Urtheile zurückführen, so daß der
[10] Verstand überhaupt als ein Vermögen zu urtheilen vorgestellt
[11] werden kann. Denn er ist nach dem obigen ein Vermögen zu denken.
[12] Denken ist das Erkenntniß durch Begriffe. Begriffe aber beziehen sich als
[13] Prädicate möglicher Urtheile auf irgend eine Vorstellung von einem noch
[14] unbestimmten Gegenstande. So bedeutet der Begriff des Körpers etwas,
[15] z. B. Metall, was durch jenen Begriff erkannt werden kann. Er ist also
[16] nur dadurch Begriff, daß unter ihm andere Vorstellungen enthalten sind,
[17] vermittelst deren er sich auf Gegenstände beziehen kann. Er ist also das
[18] Prädicat zu einem möglichen Urtheile, z. B. ein jedes Metall ist ein
[19] Körper. Die Functionen des Verstandes können also insgesammt gefunden
[20] werden, wenn man die Functionen der Einheit in den Urtheilen
[21] vollständig darstellen kann. Daß dies aber sich ganz wohl bewerkstelligen

negatively, as a non-sensible faculty of knowledge. Now since
without sensibility we cannot have any intuition, understand-
ing cannot be a faculty of intuition. But besides intuition there
is no other mode of knowledge except by means of concepts.
The knowledge yielded by understanding, or at least by the
human understanding, must therefore be by means of concepts,
and so is not intuitive, but discursive. Whereas all intuitions,
as sensible, rest on affections, concepts rest on functions. By
‘function’ I mean the unity of the act of bringing various repre-
sentations under one common representation. Concepts are
based on the spontaneity of thought, sensible intuitions on the
receptivity of impressions. Now the only use which the under-
standing can make of these concepts is to judge by means of
them. Since no representation, save when it is an intuition,
is in immediate relation to an object, no concept is ever
related to an object immediately, but to some other representa-
tion of it, be that other representation an intuition, or itself
a concept. Judgment is therefore the mediate knowledge of an
object, that is, the representation of a representation of it. In
every judgment there is a concept which holds of many repre-
sentations, and among them of a given representation that is
immediately related to an object. Thus in the judgment, ‘all
bodies are divisible’, the concept of the divisible applies to
various other concepts, but is here applied in particular to
the concept of body, and this concept again to certain appear-
ances that present themselves to us. These objects, therefore,
are mediately represented through the concept of divisibility.
Accordingly, all judgments are functions of unity among our
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representations; instead of an immediate representation, a
higher
representation, which comprises the immediate repre-
sentation and various others, is used in knowing the object,
and thereby much possible knowledge is collected into one.
Now we can reduce all acts of the understanding to judg-
ments, and the
understanding
may therefore be represented
as a
faculty of judgment
. For, as stated above, the under-
standing is a faculty of thought. Thought is knowledge by
means of concepts. But concepts, as predicates of possible
judgments, relate to some representation of a not
yet
deter-
mined object. Thus the concept of body means something, for
instance, metal, which can be known by means of that con-
cept. It is therefore a concept solely in virtue of its com-
prehending other representations, by means of which it can
relate to objects. It is therefore the predicate of a possible
judgment, for instance, ‘every metal is a body’. The functions
of the understanding can, therefore, be discovered if we can
give an exhaustive statement of the functions of unity in
judgments. That this can quite easily be done will be shown
in the next section.