Die Zeit als Form des inneren Sinnes verstehen

Nachdem Kant den Raum als reine Form des äußeren Sinnes nachgewiesen hat, wendet er sich nun nach innen. Wie erfahren wir unsere eigenen Gedanken, Gefühle und die Abfolge von Ereignissen?
ZENTRALE DEFINITIONEN AUS §4:
| Begriff | In einfachen Worten | Kants Kerndefinition |
|---|---|---|
| Zeit (engl. time) |
Die Verarbeitungsuhr des Geistes. Die notwendige Bedingung dafür, „vorher“, „nachher“ oder „zugleich“ zu erfahren. | Eine Anschauung a priori, die aller Aufeinanderfolge und allem Zugleichsein zugrunde liegt. |
| Innerer Sinn (engl. inner sense) |
Die Fähigkeit des Geistes, seine eigenen inneren Zustände (Gedanken, Gefühle) zu beobachten. | Die Eigenschaft unseres Gemüts, vermittels deren wir uns selbst und unseren inneren Zustand anschauen. |
Die Struktur des Arguments: Warum die Zeit a priori ist
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graph LR
A[Wahrnehmung von Folge/Zugleichsein] -->|Erfordert Rahmen| B[Zeit als zugrunde liegende Basis]
B -->|Also| C[Zeit ist a priori]
D[Erfahrung bewegter Gegenstände] -.->|Empiristische Behauptung| E[Zeit ist empirisch]
C --|Widerlegt| E
Die mathematische Struktur der inneren Erfahrung
Die Zeit ist kein empirischer Begriff, der irgend von einer Erfahrung abgezogen worden … Nur unter der Voraussetzung der Zeit können wir uns vorstellen, dass einiges zugleich oder nacheinander sei.